Ingwer ist schon lange als Hausmittel zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen bekannt. Sei es als Tee, Lutschtabletten oder pur. Auch in der Schwangerschaft wird die Knolle oftmals als potentes Mittel gegen die Morgenübelkeit empfohlen, unter der bis zu 80% der Frauen am Anfang ihrer Schwangerschaft leiden.
Nun aber das Interessante: Bei Untersuchungen, die von internationalen Gesellschaften durchgeführt worden sind, konnte dieser vorteilhafte Effekt nicht nachgewiesen werden. Wir als Verbrauchern fragen uns jetzt natürlich: Was stimmt denn nun? In diesem Zuge folgt jetzt also ein kleiner Fakten Check.
Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen
In der chinesischen Medizin wird Ingwer seit Jahrtausenden als Heilmittel verwendet.
Wissenschaftliche Arbeiten zu der Knolle werden bereits seit dem Jahr 2000 durchgeführt, die die Wirkung auf Übelkeit und Erbrechen untersuchen. Die Wissenschaftler haben durch die Einnahme von 1g Ingwer eindeutige Reduktionen der Übelkeit feststellen können!
Und so ging auch die weitere Forschung in diesem Bereich weiter.
Eine Studie aus 2016 hat sich besonders für die Übelkeit bei schwangeren Frauen interessiert und wollte wissen, wie wirksam Ingwer denn in diesem Fall ist. Mit ihrem Interesse an diesem Themenfeld sind sie jedoch nicht die Einzigen: Schon seit mindestens 30 Jahren gibt es Studien zu genau dieser Frage.
Tja, und der Großteil dieser Studien haben tatsächlich gezeigt, wie unglaublich effektiv das Hausmittel gegen Übelkeit und Erbrechen hilft. Dabei werden auch keine unrealistisch hohen Mengen benötigt. Ganz im Gegenteil, schon ein 1 Gramm täglich über den Tag verteilt ist vollkommen ausreichend, um all die Vorteile zu erleben.
Neben diesen Effekten haben Wissenschaftler auch zeigen können, dass Ingwer genauso gut wirkt wie einige Medikamente, die spezifisch gegen Übelkeit eingenommen werden sollen. Ingwer hat allerdings einen klaren finanziellen Vorteil, da es so viel günstiger als all die Medikamente ist.
Mechanismus hinter der Wirkung von Ingwer
Die Knolle enthält eine Vielzahl verschiedener Pflanzenstoffe. Für uns sind aber vor allem die Gingerole und Shoagole interessant, denn diese sind größtenteils für die Magenentspannung verantwortlich.
Empfinden wir Übelkeit, geht dies oftmals mit einer verringerten Motilität des Magens einher. Die Einnahme bewirkt dann in diesem Fall, dass die Motilität erhöht wird und die Übelkeit, als auch Erbrechen und Bauchschmerzen, dadurch verringert werden.